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Das Aral “Spar-Signal”

Das Spar-Signal von AralDieses “hochwertige elektronische Gerät” hat Aral einst entwickelt, um den umweltbewussten Autofahrern beim Kraftstoff sparen zu unterstützen.

Viel ist uns über “Das Spar-Signal” nicht bekannt. Aber es gehört dermaßen zweifelsfrei in die Kuriositäten-Kiste, dass wir es hier kurz vorstellen möchten.

Umso mehr, als dass wir nach einiger Recherche wirklich gar nichts darüber herausfinden konnten.

Für weiterführende Informationen sind wir wie immer dankbar.

Wir danken ausdrücklich dem Historischen Archiv Aral für folgende Informationen, die uns kurz vor Veröffentlichung dieses Berichtes erreichten:

Subject:
Aral Sparsignal

vielen Dank für Ihre Anfrage, die wir im Auftrag der Aral AG beantworten.
 
Zum Aral Sparsignal lassen sich im Historischen Archiv Aral nur sehr spärliche Informationen ermitteln.
 
Unter dem Eindruck der zweiten großen Ölkrise der 1970er-Jahre veranstaltete Aral im August 1979 ein Kolloquium zum Thema "Kraftstoffsparen durch verbrauchsbewusstes Autofahren". Zu diesem Anlass wurde auch ein "akustischer Schaltdrehzahlgeber" vorgestellt, der von der Aral Forschung in Bochum entwickelt worden war.
 
Soweit der Hinweis in der Tankstellenpartnerzeitschrift "voran-aktuell" aus dem September 1979, der auch eine Patentanmeldung und eine umgehende Markteinführung erwähnt. Weitere Berichte fehlen jedoch ebenso wie Unterlagen zur Produktion o. ä., sodass wir Ihnen leider keine weiteren Informationen geben können.
 
Mit freundlichen Grüßen

Historisches Archiv Aral


Funktion:


Karton OberseiteDie Anleitung beschreibt die Funktion wie folgt:

“Das Spar-Signal von Aral ist ein neuartiges und zeitgemäßes Zubehör, mit dem sich im Durchschnitt acht Prozent, in besonderen Fällen noch weit mehr Kraftstoff einsparen läßt.

Das Spar-Signal erinnert Sie durch ein deutliches akustisches Signal daran, möglichst frühzeitig hochzuschalten und so ein unwirtschaftliches Ausdrehen der Gänge zu vermeiden.”

Auch als “Tempomat” sollte es dienen und akustisch die Überschreitung einer Sollgeschwindigkeit anmeckern.


Funktionsweise und Einbau:

Die eigentliche Funktion des Spar-Signales beruht darauf, das Überschreiten einer bestimmen Motordrehzahl akustisch anzuzeigen. Es handelt sich bei dem Gerät also um einen Drehzahlmesser mit akustischer Ausgabe anstatt eines Anzeigeinstrumentes. Durch das große und gut bedienbare Verstellrad wird die gewünschte Höchstdrehzahl eingestellt.

Während die Anleitung ausführlich auf die Funktion eingeht, so wird der Einbau doch recht kurz gehalten. Dem Laien dürfte der Einbau schwer gefallen sein:

“Das schwarze Kabel ist mit einem Anschluß des Bordnetzes, der bei eingeschalteter Zündung 12 V Spannung führt, zu verbinden. Das braune Kabel wird an die Fahrzeugmasse angeschlossen. Das grüne Kabel ist mit dem als Klemme 1 gekennzeichneten Anschluß der Zündspule zu verbinden.”

Das setzt dann schon Einiges an Grundwissen voraus. Aber was tut man nicht alles, um Kraftstoff zu sparen.

Packungsinhalt

PackungsinhaltÖffnet man den Karton, so wird man verwöhnt: zum Gerät selbst werden Anschlussmaterial und eine bakelitartige Sicherungsdose samt massiver Metallplatte geliefert.

Auch eine Magnetplatte zur Befestigung ist vorhanden. Allesamt tatsächlich als hochwertig einzustufen.









Technik

Das Gerät ist dazu ausgelegt, auch in hochwertigeren Fahrzeugen angeschlossen zu werden:
4, 5, 6, und 8-Zylinder werden unterstützt.

Da das Spar-Signal noch zu der Gerätegeneration gehört, die sich öffnen lassen und auch wieder unbeschadet zusammengebaut werden können, blieb ihm ein Blick ins Innere nicht erspart. Die Platine ist ordentlich verbaut und besteht aus Bauteilen, die auch heute noch erhältlich sein dürften (3 ICs, ein Poti, ein Trimmer, ein Piezo-Signalgeber, Widerstände und Kondensatoren. Solide Technik also).

Elektrik des Spar-Singnal

Weniger hochwertig ist allerdings die Lautstärke-Regelung, die in der Anleitung wie folgt beschrieben wird:

“Sollte es einmal erforderlich sein, die Lautstärke des Signals herabzusetzen, so kann hierzu ohne große Mühe die Schallaustrittsöffnung überklebt werden.”

Durchaus eine Variante den Anforderungen des Pflichtenheftes gerecht zu werden.







Von wann ist das Gerät? Preis?

Leider lassen Karton, Gerät selbst und “das Internet” diese Frage bislang offen. Auch gibt es keinen Hinweis im Inneren des Gerätes. Die Fotos auf der Karton-Seite zeigen allerdings ziemlich eindeutig einen
Opel Rekord E1, der von 1977 bis 1981 gebaut wurde. Es dürfte sich also um ein post-Ölkrise Gerät um ca. 1980 handeln.

Leider sind auch kein Preis oder Vertriebsweg bekannt. Letzteres dürfte wohl die Tankstelle gewesen sein.

Seite der Verpackung


Meinung der Jury

Das Gerät versprüht absoluten Charme der 80er und würde sicher auch heute noch seinen Zweck erfüllen.

Was es eindeutig zeigt ist, dass solche Technik damals noch möglich war. Das Gerät an die heutigen Steuergeräte anzuschließen würde den Aufwand wohl nicht rechtfertigen.

Aber dafür gibt es ja Software Updates der Bordcomputer, oder?

Anleitung zum Download:

Die vollständige Anleitung könnt Ihr Euch hier herunterladen:

 Das Aral Spar-Signal

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