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Hier möchten wir noch ein paar Rahmenbedingungen nennen, unter denen die zeitgenössischen Fahrzeuge der 1970er und auch 80er gebaut wurden. Man stellt sich die Frage, wie damals Entwurf, Logistik und Produktion überhaupt funktioniert haben.

Unbestritten ist: sie haben funktioniert, und das Ergebnis fährt heute noch.


Klar, heute gibt es Computer-Simulationen, GPS, Emails, Handys, Netzwerke, Scanner, Digitalkameras (und Handys mit GPS, Email und Digitalkamera)

und: das Internet, in dem ihr Euch gerade befindet.

Aber was war damals?


In den Büros gab es immerhin mitunter ein Telefon, aber das war es auch. Sowohl Fahrzeugentwürfe und Konstruktionen, als auch Landkarten entstanden am Reißbrett, also dem Zeichentisch. Das bedeutet: Papier und Bleistift. Bei Berechnungen kamen Rechenmaschinen frühestens ab 1970 zum Einsatz und lieferten immerhin die Grundrechenarten (Wer von uns kann Wurzeln ziehen auf Papier?). Mal eben Neurechnen? Szenarios? Da fing man von vorne an.

Nichteinmal ein Fax gab es, denn das wurde erst 1979 durch die Deutsche Bundespost eingeführt. Durchschläge waren angesagt. Und zwar mit Schreibmaschine, da überlegte man sich schon, wen man in Kopie nahm. Telex (“Fernschreiber”) waren zwar verfügbar, aber für umfangreichere Dokumente doch eher ungeeignet. Außerdem konnte diese Technik keine Grafik übertragen.

Außerhalb des Büros gab es Telefonzellen, die akzeptieren noch Münzen. Und sie gehörten der Deutschen Bundespost. Die waren auch nötig, da LKW-Fahrer, Außendienstmitarbeiter und “die Zentrale” ja irgendwie die (ebenfalls auf Papier) geplante Route von Zeit zu Zeit abstimmen mußten - ohne Autotelefon, ohne Handy. Die Reichweite des verfügbaren CB-Funks war mit 10-30 km übrigens damals schon nicht geeignet. Und Bahn-Fahrkarten konnte man ja auch nur am Schalter kaufen.

Später wurde auch noch der 8-Minuten-Takt eingeführt (1980), was die damalige “Flatrate” (23 Pfennig pro Gespräch, nicht pro Einheit) ablöste. Heute wird dies als Neuheit gefeiert. Allerdings mußte man damals das Besetztzeichen akzeptieren, bis man “durchkam”.
Aber das “war halt so”.

“Wetten Dass?” gab es auch schon (seit 1981). Dabei war übrigens etwas echt gemein: bei “Wetten Dass?” wurde TED eingeführt, der “Tele-Dialog”. Damit konnten die Zuschauer den Wettgewinner per Telefon wählen. Aber: die Einen hatten nur die Wählscheibe (langsam), die Anderen bereits Tastentelefon, was ein klarer Vorteil war. Wahlwiederholung war die absolute Frechheit.

Ein Glück, daß 1983 BTX (Bildschirmtext) eingeführt wurde, warum auch immer. Die Antwort gibt heute wohl das Internet (das übrigens 1969 entwickelt wurde).

Und dann war da noch die Musikkassette (offiziell “Compact Cassette”). Die war damals schon gängig, gehörte aber speziell in den 80ern zum Straßenbild: weil diese gelegentlich achtlos rausgeworfen wurden, wickelten sich ihre Chromdioxid-Bändchen gerne mal um die eine oder andere Leitplanke.

Postleitzahlen waren 4-stellig, 5-stellige Postleitzahlen kamen 1993.


In diesem Sinne: nutzt die moderne Zeit, nutzt sie nicht aus und vor allem:

Es lebe die Gute alte Zeit, idealerweise in Oldtimern und Youngtimern!

Euer Stammtisch Hannover

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