“Ist das Rost? – “Ja, das ist Rost!”

oder: warum es eine richtige W123 “Ratte” nicht gibt.

 

  Die Idee

  Ausgangssituation

  Ans eigentliche Werk

  Fotos


Ausgangssituation

Da stand er. Ein zumindest zuletzt ungeliebter 230E, 128.000 km auf der Uhr. 2. Serie, ausgeblichenes englischrot in Kombination mit dattelfarbener Innenausstattung. Baujahr 07-1981. Automatic.

Das englischrote Lächeln konnte nicht im Ansatz über das wahre Gesicht hinwegtäuschen: Die äußerlichen "Rostansätze" erwiesen sich schon beim Nachdenken als liebebedürftig. Und auch auf den zweiten Blick haben Schweller, Kotflügel und Türen eine deutliche Sprache gesprochen: Hier herrscht der Rost!

Rost ist nicht Rost



Leider herrschte der Rost noch nicht dort, wo ich Ihn mir vorgestellt hatte. Wie gesagt, es sollte eine technisch einwandfreie Basis geschaffen werden. Nach ersten Zweifeln, ob diese überhaupt wieder hergestellt werden konnte, ließ ich es darauf ankommen. Eine genaue Sichtung stand an.






Sichtung des Fahrzeugs

Ich darf daran erinnern, dass dies keine Restauration werden sollte, sondern eine ROSTauration. Dies stellte einige zusätzliche Anforderungen. Es war z.B. nicht das Ziel zu Lackieren. Wir konnten also nicht spachteln oder großzügig schweißen. Dies musste berücksichtigt werden.

Nach intensiver Sichtung des Fahrzeugs waren laut unserer Liste folgende Dinge zu tun:

Pflicht:

 - Schweller erneuern
 - Kotflügel vorne ersetzen
 - Stoßdämpfer und Federn erneuern
 - Schiebedach samt Wanne austauschen
 - Diverse Gummiteile und Lager erneuern
 - Bremsen samt Schläuchen und Sätteln
 - zzgl. aller bekannten Wartungsarbeiten:
 - Ventile einstellen, Pfennigstücke unterm Sitz entfernen, Aschenbecher
    leeren, usw.


Kür:

 - Chromteile überholen
 - Innenausstattung reinigen
 - den Rest der Welt von BBS-Felgen überzeugen

Jeder, der selbst Karosserie- oder Chassisarbeiten durchgeführt hat, wird sich den sowohl langwierigenen als auch langweiligen Teil denken können. Es dauert, erfordert manchmal rohe Gewalt, dann wieder Feingefühl.

Hier möchte ich abkürzen: Die technische Basis war geschaffen. Der schmale Grad zwischen erhaltungswürdig oder nicht wurde ausgelotet. Und für genau richtig befunden, sowohl als auch. Ab jetzt ging es um das Eigentliche.

An dieser Stelle wurde aus dem "Ich" ein "Wir".

Hier schonmal ein Danke an die Beteiligten: Bruder Andreas für unzählige Stunden des Schleifens, Familie KS. für den intellektuellen Beistand und die Innenraumreinigung, sowie Herrn Wie - wie immer - für den ganzen großen Rest!

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Hinweis: Dies ist eine private nichtkommerzerzielle Seite. Sie steht in keinem Zusammenhang zu Herstellern von Fahrzeugen oder anderen Unternehmen. Die Inhalte basieren zu großen Teilen auf eigenen Erfahrungen und Meinungen der Stammtisch-Mitglieder. Alle Angaben sind ohne Gewähr, trotz größter Sorgfalt kann die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben nicht garantiert werden.
 

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